Landesverbandstag 2005 definiert Begriff " Kleingärtnerische Nutzung"

Auf dem Landesverbandtag 2005 wurde mit großer Mehrheit folgender Antrag der Arbeitsgruppe "Kleingärtnerische Nutzung angenommen. Er ist das Ergebnis der Beratungen und soll zur Orientierung zum Begriff "Kleingärtnerische Nutzung" dienen.

 

Inhaltliche Ausgestaltung der kleingärtnerischen Nutzung


"Im Rahmen der kleingärtnerischen Nutzung ist die angepachtete Gartenfläche sowohl für den Obst- und Gemüseanbau als auch für die sonstige gärtnerische Nutzung in all ihrer Vielfalt und zur Erholung zu nutzen".

Kriterien der nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung als Teil kleingärtnerischer Nutzung im Sinne von § 1 dieses/des Unterpachtvertrages sind Beetflächen, Obstbäume/Beerensträucher sowie Flächen, die ausschließlich der Unterstützung dieser Bereiche dienen. Dabei muss der Obst- und Gemüseanbau als Abgrenzung zu anderen Gartenformen dem Kleingarten das Gepräge geben und mindestens ein Drittel der Gartenfläche betragen.

In diesem Sinne gehören:

  • zu den Beetflächen:
    Ein-und mehrjährige Gemüsepflanzen und Feldfrüchte,
    Kräuter und Erdbeeren, Sommerblumen,
  • zu den Obstbäumen/Beerensträuchern: *
    Obstbäume, Beerensträucher, Rankgewächse sowie Nutzpflanzen für die Tierwelt,
  • zu den kleingärtnerischen Sonderflächen:
    Gewächshäuser, Frühbeete, Kompostanlagen.

Beetflächen, die mindestens 10 % der Gartenfläche einnehmen müssen, sind flächenmäßig überwiegend als Gemüsebeete zu gestalten. Sie können teilweise oder ganz in Form von Hochbeeten angelegt sein und dies insbesondere in Abhängigkeit von der Bodenqualität (Schadstoffbelastungen).

* (wobei bis Halbstamm 10 m2, bis Viertelstamm/Spindel 5 m2 und je Beerenstrauch 2 m2 anzusetzen sind).

Quelle:
Protokoll des Ordentlichen Verbandstages des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde vom 11. Juni 2005

weiterführende Quelle: Gartenfreund Nr. 7, Juli 2008, Seite 7/10