Der aktuelle Gartentipp

Die Bezirksgartenfachberaterin informiert

 

... und plötzlich ist es Herbst

Der Sommer ging in diesem Jahr bis Ende Oktober und möchte noch immer nicht so richtig aufgeben. Würden die Blätter nicht fallen, könnte man eher an Frühling denken, denn viele Pflanzen bilden Notblüten oder treiben nochmals aus. Bitte ganz vorsichtig mit Stickstoffdünger sein, denn die schwachen Triebe und frischen Blätter sind nicht wintertauglich. Bitte besser kalibetonten Dünger verwenden zur Erhöhung der Widerstandkraft des Pflanzengewebes als Wintervorbereitung. Man sollte dennoch mit den Herbstarbeiten beginnen. Vielleicht mit dem vielen Laub sowie dem Holz vom Baum- und Strauchschnitt ein Winterquartier für Igel & Co in einer Gartenecke einrichten. Auch Florfliegen (Blattlauslöwen), Schlupfwespen, Käfer und andere Helfer bei der Schädlingsbekämpfung werden sich in einem solchen Totholzhaufen ansiedeln. Ansonsten alles Laub im Garten als Mulchschicht, Kompostzugabe oder für das Hochbeet verwenden und bitte nicht aus dem Garten entfernen. Eine Ausnahme ist das Laub von Pfingstrosen, das meist mit Grauschimmel (Botrytis) befallen ist und über die Biotonne entsorgt werden sollte, um den Befallsdruck im Frühjahr bei feuchter Witterung über Knospen und Blätter zu reduzieren. Ansonsten sollten Sträucher stehen bleiben, um den Vögeln und Insekten im Winter Schutz und etwas Nahrung zu bieten. Mit dem Anhäufeln von Erde für frostempfindliche Gehölze, wie Sommerflieder, Bartblume, Straucheibisch, Rosen usw. sollte man noch etwas warten bis sich die Temperaturen nicht über 10Grad Celsius und nachts in Richtung Gefrierpunkt bewegen.

Der Weißanstrich sollte nicht zu spät aufgebracht werden, denn die wechselhaften Temperaturen und vor allem Sonnenstrahlungen führen im Winter zu erheblichen Schäden durch Rindenrisse, die das Eindringen von Krankheiten und Schädlingen problemlos ermöglichen. Baumscheiben und Beerensträucher sollten vor dem Frost mit Kompost und einer nicht zu dicken Mulchschicht versehen werden.

Spinat, Grünkohl, Feldsalat, Rosenkohl, Lauch, Schwarzwurzeln und Mangold können weiter auf den Beeten bleiben. Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Zitronen-Melisse oder Thymian wachsen auch im Winter im Topf weiter, wenn dieser einen hellen Platz auf der Fensterbank bekommt.

 

Die Auftaktveranstaltung zum Seminarjahr 2019 findet am 24. November 2018 um 10.00 Uhr statt. Ab Januar 2019 möchte ich alle Vorstandsmitglieder, Gartenfachberater und interessierten Gartenfreunde zu den Seminarveranstaltungen recht herzlich in unser Verbandshaus einladen. Außer interessanter Themen zur Kompostierung, zum Gärtnern mit Kindern, zum biologischen und vorbeugenden Pflanzenschutz, bieten wir Möglichkeiten zur Erweiterung der Kenntnisse im Beerenobstschnitt an (s. Schulungsangebote). Die Grundlagenvermittlung für unsere Neulinge ist genauso wichtig und interessant wie die pflanzenschutzliche Gartenbegehung in der KGA „Buckersberg“ mit einem Vertreter des Pflanzenschutzamtes.

Zur besseren Planung bitte ich um Anmeldung zu allen genannten Veranstaltungen beim Bezirksverband der Gartenfreunde Treptow über unsere Internetseite, per EMail, Fax oder Telefon. Bitte informieren Sie sich in Ihrem eigenen Interesse im Internet oder direkt im Bezirksverband ca. 1 Woche vor Beginn der Veranstaltung, ob sich Änderungen im Ablauf ergeben haben, damit sie sich nicht umsonst auf den Weg machen. Es sind bisher noch keine Veranstaltungen des Bezirksverbandes ausgefallen, aber örtliche und/oder zeitliche Verschiebungen sind manchmal bei einer Jahresplanung nicht auszuschließen. Eine Anmeldung wäre hilfreich, da die Raumkapazität begrenzt ist. Vielen Dank für Ihr Verständnis und ich freue mich auf einen interessanten fachlichen Erfahrungsaustausch.

Der Schulungsplan 2019 auf bereits auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Marianne Lach-Diehl
Stellv. Vorsitzende für Gartenfachberatung/Schulungen